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Sind alle Fußballfans Verbrecher?

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Raffel
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Alter: 38
Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1680

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 21:12    Titel: Sind alle Fußballfans Verbrecher? Antworten mit Zitat

Hier ein Bericht eines Reutlingen-Fans zu den Geschehnissen am letzten Samstag:


"Vorgeschichte:

Am heutigen Samstag sollte das Spiel unseres SSV bei den Amateuren
des VfB Stuttgart stattfinden.
Wir wählten als Transportmittel den Zug und riefen mittels Flyern und
Plakaten die SSV-fans dazu auf, gemeinsam anzureisen.
Wie ja den meissten bekannt sein sollte, haben die aktiven Fans beider
Vereine ein sehr gutes Verhältniss zueinander (u.a. war z.B. eine
gemeinsame Party nach dem Spiel geplant)
Die Reutlinger Fans fielen in der Vergangenheit bei keinem Spiel negativ
auf, was uns sogar die Szenekundigen Beamten bescheinigten.
Alles deutete also auf einen schönen Fussballnachmittag hin.


Erlebnisbericht aus Cannstatt:

Um 12.30 stiegen ca. 150 jugendliche Reutlinger Fans in den Zug Richtung
Stuttgart - Bad Cannstatt.

Das Aufgebot der Polizei überraschte schon zur Abfahrt.
Standen doch, ohne dass die Reutlinger Anhänger auch nur irgendeinen
kleinen Anlass gegeben hätten 20 Polizeibeamte am Bhf RT. So weit aber
noch nichts besonderes für einen erfahrenen Fussballfan.

Die Hinfahrt verlief völlig friedlich und ruhig. Einfach ereignisslos.

Bad Cannstatt am Bahnhof wurden die 150 Zugfahrer von einer
Hundertschaft Polizeibeamten, mit Kamerateams und Pferden erwartet
und eingekesselt.

Die Ansage war nun, dass von jedem einzelnen die Personalien
aufgenommen werden sollen und alle durchsucht werden.

Dies wurde von den Beamten begründet, dass der Verdacht besteht, wir
hätten massiv Pyrotechnisches Material bei uns.

Auf den Einwand unsererseits, dass wir doch auch am Stadion noch
kontrolliert werden würden, reagierten die Beamten unwirsch und
bestanden auf ihre übertriebenen Massnahmen an Ort und Stelle.

Wir (ca100 Leute) beschlossen nun schweren Herzens, auf den Besuch
des Spiels zu verzichten und wieder die Heimreise nach RT anzutreten.
Wir benachrichtigten die Mannschaft und den Trainer, welche ebenfalls
ihren Unwillen über die Polizeiaktion beteuerten.

Da der nächste Zug erst in einer halben Stunde fahren sollte, sahen sich
die Beamten gewzungen und in einen Kessel zu nehmen und immer
wieder einzelne Leute aus der Menge zu ziehen und zu kontrollieren.
Auch hier sei nochmal betont, dass in keinster Weise Aggression von uns
ausgegangen ist, wir jedoch lautstark unseren Unmut kundtaten.

Am Bahnhoff Cannstatt verlief der restliche Aufenthalt ruhig und wir
beschlossen das zeitgleich stattfindene A-Jugend-Derby gegen Ulm an der
Kreuzeiche zu besuchen.

Im Zug wurde uns dann ein eigenes Abteil "zugewiesen" und an allen
Zwischenhaltestellen standen mehrere Polizeibeamte.
Auch auf der Fahrt (auch unter Polizeibegleitung, 20Mann) gaben wir
weiterhin keinen Anlass für diese übertriebenen polizeilichen
Massnahmen.

In Reutlingen erwarteten uns wiederrum ca 50 Beamte, welche unseren
Taxikonvoi zum Platz der A-Jugend durch die Stadt begleiteten.

Obwohl das Verhältniss zu den Ulmern ja bekanntlich gespannt ist,
verhielten wir uns am Spielfeld (Nebenplatz Kreuzeiche) trotzdem
weiterhin friedlich.

Die Beamten umringten uns auch auf den Sportplatz und mussten sogar
mehrmals vom Linienrichter ermahnt werden, nicht zu nah an die Außenlinie zu treten.

Leider verlor unsere Jugend das Spiel 0:5 und mit den vorangegangenen
Geschehnissen, wäre ein gewisses Aggresionspotential durchaus
verständlich gewesen, aber auch hier blieben wir diszipliniert und gaben
den Beamten weiterhin keinerlei Anlass zum Eingreifen.

Während dem Spiel sammelten wir unter den Zugfahrern Geld ein, was
wir später der Jugend in die Mannschaftskasse spendeten.

Auch nach dem Schlusspfiff wurden die ca100 jugendlichen Reutlinger
Fans in die Stadt geleitet.


Fazit:

Was als schöner Tag geplant war, endete in jeder Menge Frust für über
100 jugendliche, unbescholtene Reutlinger und hat leider wieder dazu
beigetragen, dass eine weitere Generation Fussballfans den Glauben in
den Rechtsstaat verliert.

-Wir hätten keine Probleme damit gehabt, am Eingang die (laut
Zeugenberichten äußerst peniblen) Kontrollen über uns ergehen zu
lassen.

-Es wurde bei keinem Fan irgendein verbotener Gegenstand gefunden.

-Die Polizei Stuttgart warnte ihre Reutlinger Kollegen, dass sich 100
gewaltbereite!!! Fussballfans auf dem Heimweg befinden.

-Über den gesamten Tag hinweg, kam es zu keinerlei Straftaten oder
anders gearteten Vorfällen, welche auch nur irgendwie diesen
skandalösen Einsatz gerechtfertigt hätten, der immerhin 100 treuen Fans
der Möglichkeit beraubte ihr Team standesgemäß zu unterstützen."


Eine absolute Frechheit der Staatsmacht. Meine Meinung.

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Zuletzt bearbeitet von Raffel am 07.12.2006, 21:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Raffel
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Alter: 38
Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1680

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Dazu habe ich diesen Bericht gefunden.
Quelle: Spiegel Online
von Mike Glindmeier



Harte Polizeieinsätze



Fans gründen Fonds für Klagen gegen DFB

Polizeikessel, Ausreisesperren, Stadionverbote: Wer als Fußball-Fan zur
falschen Zeit am falschen Ort ist, wird schnell kriminalisiert. Wie SPIEGEL
ONLINE erfuhr, will sich eine bundesweite Faninitiative mit einem Spenden-
Fonds für die Rechte der Anhänger einsetzen. Dem DFB droht eine
Klagewelle.

Endstation Stuttgarter Hauptbahnhof. Die Fans des SSV Reutlingen hätten
am vergangenen Samstag gerne den 1:0-Auswärtssieg ihres Teams bei
der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart miterlebt. Doch bis ins Stadion
sind die rund 100 mitgereisten Anhänger gar nicht gekommen. Obwohl
die SSV-Fans als friedlich gelten und sogar eine Fanfreundschaft zu den
Stuttgartern besteht, wurde die Reisegruppe von einer Hundertschaft
Polizei am Stuttgarter Hauptbahnhof in Empfang genommen. Sogar ein
Kamerateam und die Pferdestaffel der Stuttgarter Polizei hatten sich
anlässlich dieses Spiels der Regionalliga Süd am Bahnhof eingefunden.

Sofort nach Verlassen des Zuges kesselten die Beamten die Gästefans
ein und fingen an, die Schlachtenbummler auf pyrotechnisches Material zu
durchsuchen. Zudem wurden die Personalien der SSV-Fans
aufgenommen. Nach einer kurzen, aber heftigen Debatte entschlossen
sich die Reutlinger zum einzigen Ausweg, um weiteren Maßnahmen der
Polizei zu entgehen: Sie traten geschlossen den Rückweg an. Den Sieg
ihrer Mannschaft erfuhren die Fans aus dem Videotext.

"Diese und ähnliche Szenen spielen sich Wochenende für Wochenende auf
den Fußballplätzen in Deutschland ab", sagt Sandra Schwedler. Die 26-
Jährige ist seit 13 Jahren Fan des derzeitigen Regionalligisten FC St. Pauli
und hat in dieser Zeit über 200 Auswärtsfahrten mitgemacht. Dabei hat
sie nicht nur sportliche Enttäuschungen erlebt. "Fußballfans werden
zunehmend wie Schwerverbrecher behandelt. In den meisten Städten
wird man wie Vieh vom Bahnhof in die Stadien getrieben. Wer sich
auffällig benimmt, riskiert Stadionverbote und weitere Sanktionen wie
Ausreisesperren", so Schwedler. Die Polizei verweist hingegen zumeist
auf ein generell erhöhtes Sicherheitsrisiko bei Fußballspielen - und greift,
aus ihrer Sicht, vorbeugend durch.

Zu hart, finden viele Fans. Gemeinsam mit weiteren Aktivisten aus dem
gesamten Bundesgebiet hat Schwedler eine Initiative gegründet
( http://www.fanrechte.de ), die sich für die Rechte der Fußball-Anhänger
einsetzen will. "Mit Hilfe des Fanrechtefonds soll die nötige finanzielle
Basis geschaffen werden, um die nicht mehr hinnehmbare Behandlung
unschuldiger und friedlicher Fußballfans juristisch überprüfen zu lassen",
heißt es in der Presseerklärung, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt.
Dem Projekt stehen fünf Fans aus verschiedenen Vereinen vor, die den
Kassenrat bilden. Laut Satzung entscheidet der Rat über die Verwendung
der Spenden. Zwei Anwälte verwalten das Geld und überwachen die
satzungsgemäße Nutzung.

"Es kann nicht sein, dass eine routinemäßige Personalienaufnahme an
einem Spieltag schon zu einem Eintrag in die Polizeidatei 'Gewalttäter
Sport' führt", begründet Schwedler ihr Engagement. Wer in dieser Datei
ist, muss mit Ausreisesperren und Meldeauflagen rechnen. Die
schlimmste Strafe für die Fans: Wenn die Polizei die Personalien
aufnimmt, droht im Zusammenspiel mit Vereinen und Verbänden der
Rausschmiss aus den Arenen der Republik: "Zur Erteilung eines
Stadionverbots reicht die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Dass die
meisten Verfahren im Fußballumfeld später eingestellt werden, findet bei
der Vergabepraxis keinerlei Berücksichtigung. Unschuldig bis die Schuld
bewiesen ist, gilt hierbei leider nicht", so Schwedler. DFB-Präsident Theo
Zwanziger hält dagegen. "Wir treffen ja keine Entscheidungen außerhalb
des rechtsstaatlichen Bereichs", so Zwanziger auf Anfrage von SPIEGEL
ONLINE.

Trotzdem nehmen die Fans das Heft jetzt selbst in die Hand. Dem DFB
und den Behörden droht eine Klagewelle. Dabei hätte der Fußballverband
sich und den Sicherheitsbehörden die möglichen Verfahren, in
denen "Präzedenzfälle zu Gunsten der Fans" (Schwedler) geschaffen
werden sollen, ersparen können. Bereits am 8. September 2005
kündigten der damalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und
Zwanziger in einer gemeinsamen Presseerklärung eine unabhängige
Ombudsstelle an, deren Mitarbeiter sich um die Beschwerden der Fans
kümmern sollten. "Diese Entscheidung ist ein sichtbares Signal der
Intensivierung des Dialogs zwischen Fans, Sicherheitsverantwortlichen
und dem DFB", hieß es damals in der Mitteilung. Die Fans warten bis
heute vergeblich auf diese Einrichtung. "Ich muss gestehen, dass wir mit
dieser Ankündigung zu leichtfertig umgegangen sind", so Zwanziger zu
SPIEGEL ONLINE. "Wir haben die Ombudsstelle damals eher als
Anlaufpunkt denn als Rechtsmittelinstanz verstanden", stellt Zwanziger klar.

Nach Gesprächen mit der DFL, in denen die "Sinnhaftigkeit in Frage
gestellt wurde" (Zwanziger) habe der DFB wieder Abstand von der Idee
genommen, eine unabhängige Beschwerdestelle zu schaffen. "Ich bin mit
dem Begriff Ombudstelle damals zu weit gegangen, das Thema bleibt
aber auf der Agenda", so Zwanziger. Vor der neuen Faninitiative ist dem
DFB-Boss nicht bange: "Ich habe nichts gegen Dachverbände und
Zusammenschlüsse der Fans. Im Gegenteil: Ich bin für einen
vernünftigen Dialog, daher werde ich Diskussionen nicht ausweichen",
kündigt der promovierte Jurist an. Die Mitglieder des Fanrechtefonds
wollen ihn beim Wort nehmen.

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koelli
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BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Habe den Bericht auch schon in einem anderen Forum gelesen und kann nur sagen das es das allerlezte ist. Nur weil woanders Fußballfans ausflippen meint unser Staat wohl das alle Fans gewalttätig sind.

Gruß koelli

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Raffel
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Beiträge: 1680

BeitragVerfasst am: 07.12.2006, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Seh ich auch so, man muß und kann sich nicht alles gefallen lassen.

Man kann doch nicht alle Fußballfans über "einen Kamm scheren".


Daher werde ich auch die Bundesweite Faninitiative mit einem Geldbetrag unterstützen.
Wer dies auch machen möchte, hier habe ich den Link zur Seite der Faninitiative:
http://www.fanrechte.de


Und hier der Link direkt zur Bankverbindung:
http://www.fanrechte.de/pages/konto.html

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Simontiho



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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 10:13    Titel: Oh Gott Antworten mit Zitat

Als Reaktion auf die schweren Ausschreitungen
am Rande des sizilianischen Derbys, bei dem
ein Polizist getötet und 100 Personen verletzt
wurden, hat der Italienische Fußball-Verband
(FIGC) den Spielbetrieb in allen italienischen
Ligen kurzfristig abgesagt. Damit wird auch
das Topspiel der Serie A zwischen Inter und
Roma nicht stattfinden.


MfG
Simon

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"Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut."(Klaus Kinski)
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Raffel
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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 11:58    Titel: Re: Oh Gott Antworten mit Zitat

Simontiho hat Folgendes geschrieben:
Als Reaktion auf die schweren Ausschreitungen
am Rande des sizilianischen Derbys, bei dem
ein Polizist getötet und 100 Personen verletzt
wurden, hat der Italienische Fußball-Verband
(FIGC) den Spielbetrieb in allen italienischen
Ligen kurzfristig abgesagt.


Und solch ein Land stellt den amtierenden Weltmeister.

Man kann aber auch nicht alles auf die Fans schieben, auch viele Spieler
sind mitschuldig an den Eskalationen.
Wenn ich Bilder von Spielern sehe, die den Hitlergruß in Richtung der Fans
zeigen, dann kann man auch davon ausgehen, das viele Fans die gleiche
Gesinnung haben. Und da ist das Gewaltpotenzial deutlich höher, als bei
"normalen" Fans.
Und die Theatralik (Schwalben) die manche Spieler in der Seria A an den Tag
legen, trägt natürlich auch zur miesen Stimmung der gegnerischen Fans bei.

Ich will hier natürlich nichts beschönigen. Was da passiert ist ist absolut
Verabscheuungswürdig. Man sollte sogar soweit gehen und alle Spiele der
Rückrunde unter Ausschluß der Öffentlichkeit austragen.
Vielleicht kann man so der Gewalt in Italiens Stadien endlich Einhalt gebieten.

Mein Beileid gilt der Familie des getöteten Polizisten.

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koelli
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BeitragVerfasst am: 03.02.2007, 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein Link zu ein paar Bildern von Italien http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=XP/content/xpFotoLine/popup&rubrik=214&fotolistID=1166031591771

Gruß koelli

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OLLI



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BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 04:46    Titel: Antworten mit Zitat

Und was haben die KSC'ler in Lautern gmacht??! TOLL oder? (nicht ganz so schlimm, aber scheiße trotzdem...)

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Zuletzt bearbeitet von OLLI am 06.02.2007, 13:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Simontiho



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BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 09:48    Titel: Hast ja recht Antworten mit Zitat

OLLI hat Folgendes geschrieben:
Und was haben die KSC'ler in Lautern gmacht??! TOLL oder? (nicht ganz so schlimmd, aber scheiße trotzdem...)


Hast ja recht, aber gegen Lautern kommt
halt eine Art von Derby auf. Außerdem gab
es doch keine schlimmen Schlägereien!

MfG
Simon

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Holidayman
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BeitragVerfasst am: 04.02.2007, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

So wie ich's mitbekommen habe, haben sich ganze "Gangs" von Catania das Derby gegen Palermo ausgesucht, um gezielte Gewaltaktionen gegen die Ultras von Palermo und gegen die Polizei durchzuführen.

Die haben doch einen an der Meise!

Da sind ja die Zustände in den Neuen Bundesländern noch paradiesisch.
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Holidayman
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BeitragVerfasst am: 05.02.2007, 00:37    Titel: Antworten mit Zitat

FUSSBALL - Nach den für einen Polizisten tödlich verlaufenen Fussball-Krawallen am Freitagabend auf Sizilien beim Serie-A-Spiel Catania Calcio gegen FC Palermo (1:2) hat die Polizei 15 Hooligans aus dem Lager der Gastgeber festgenommen.

Der Täter sei jedoch noch nicht gefasst, teilten die Behörden am Samstagmorgen mit. Der italienische Fussballverband (FIGC) stoppte bis auf weiteres alle Meisterschaftsspiele. Auch das Länderspiel am Mittwoch Siena gegen Rumänien wurde abgesagt. Für Montag wurde ein Krisengipfel des FIGC mit dem Nationalen Olympischen Komitee (CONI) und der Regierung in Rom einberufen.

Ein weiterer schwer verletzter Polizist befindet sich in kritischem Zustand, nachdem der Beamte von einem Motorrad überfahren wurde. 71 weitere Personen erlitten ebenfalls Verletzungen.

Zu den verhafteten Krawallmachern gehören auch vier Minderjährige. Die Staatsanwaltschaft von Palermo hat inzwischen die Obduktion der Leiche des im Alter von 38 Jahren verstorbenen Polizisten Filippo Racini angeordnet. Die Untersuchungsbeamten prüfen ausserdem Videoaufnahmen, um den oder die Täter zu ermitteln.



Quelle aus der neutralen Schweiz: http://www.rotweiss24.ch/news_ticker_detail.asp?newsid=55642&navi=39&member=5100
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koelli
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BeitragVerfasst am: 11.02.2007, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

11.02.2007
HOOLIGANS AUF VORMARSCH
Ekelhaft! Fußball-Krieg in Leipzig

Leipzig – Erschreckende Jagdszenen, Schüsse und zahlreiche Verletzte: Nach dem mehrfach unterbrochenen Fußball-Pokalspiel des Bezirksligisten 1. FC Lok Leipzig gegen den Landesligisten Ergebirge Aue II (0:3) am Samstag vor 5000 Zuschauern griffen gewaltbereite Anhänger des Gastgeber-Teams beim Abmarsch in Stadionnähe die Polizeibeamten an.
Rund 800 Chaoten stürmten auf die Sicherheitskräfte los, warfen gezielt mit Pflastersteinen oder Betonteilen. Krieg in Liga sechs!

Insgesamt wurden 36 Polizisten sowie 6 Zivilpersonen verletzt und 21 Fahrzeuge beschädigt. Ein Zivilbeamter musste in akuter Notlage sogar einen Warnschuss abgeben. Die Polizei wehrte sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray, nahm bisher fünf Gewalttäter fest. Die Kriminalpolizei bildete eine Einsatzgruppe, die auch Videomaterial sichtet. Es wird mit weiteren Festnahmen gerechnet.

Am maroden Bruno-Plache-Stadion, früher Heimstätte des inzwischen insolventen Ex-Bundesligisten VfB Leipzig, spielten sich unbeschreiblich brutale Gewaltszenen ab. Zwei Unbekannte rissen die Tür eines Polizei- autos auf, ein darin sitzender Beamter wurde mit einer Schreckschusspistole beschossen. „Er fürchtete um sein Leben, konnte nicht wissen, dass es eine Schreckschusswaffe war“, sagte Polizeirat Mario Luda.

Nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten griff zudem eine größere Anzahl von Hooligans zwei eingesetzte Zivilbeamte der Polizei an, diese wurden zu Fall gebracht und dann durch ein „Spalier“ skandierender Anhänger getrieben. Als ein Zivilbeamter attackiert wurde und erneut zu Fall kam, wurde er so bedrängt, dass er Angst um sein Leben hatte und einen Warnschuss abgab. Erst ein Einsatzkommando konnte den Beamten retten.


„Die Gewaltbereitschaft der Anhänger des 1. FC Lok wurde offensichtlich durch einige Personen koordiniert“, heißt es. Mit Erschrecken wurden bei der „Treibjagd“ gegen die beiden Zivilbeamten auch „normale“ Fans des einstigen Europacupfinalisten registriert, die rassistische Parolen skandierten. Der Klub gilt als Sammelbecken rechtsradikaler Personen.


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OLLI



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 11:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man solche Sachen Liest muss man echt froh sein, dass unsere Teilnehmer in der RL-Süd doch noch recht "friedlich" sind!

Na ja die Saarbrückder und die Darmstädter sind auch nicht ohne aber was im Osten ab geht ist echt nicht normal!

Ich würde bei Krawallen ab einer bestimmten Grösse immer Geisterspiele für die betreffenden Fereine verhängen. Mal schauen ob dann die Vereine nicht reagieren und solche Leute nie wieder in ihr Stadion lassen!!!

Grüssle OLLI

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OLLI



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BeitragVerfasst am: 12.02.2007, 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Kaiserslautern: Fußballfan von Glasflasche schwer verletzt


Nach den Ausschreitungen beim Südwestderby des 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlsruher SC vergangene Woche wurde am Freitag erneut bei einem Spiel zwischen dem 1. FCK und Hansa Rostock eine Person durch eine Glasflasche schwer verletzt.

Nach dem Spiel hatte ein Fußballrowdy aus einem Hansa-Rostock-Fanbus heraus eine Glasflasche geworfen. Die Flasche traf einen FCK-Fan mit solcher Wucht am Kopf, dass dieser direkt ins Krankenhaus gebracht wurde. Wie schwer die Verletzungen tatsächlich sind, konnte noch nicht eindeutig festgestellt werden.

Die Polizei hat die Personalien aller Insassen des Fanbusses aufgenommen und auch die geworfene Flasche sichergestellt.

Quelle: RPL NEWS

Warum kriegen wir Lauterer Daheim immer was ab?

Auf der 1. FCKaiserslautern Seite habe ich noch einen Ausschnitt aus RPL NEWS zm Spiel FCK - KSC eingestellt!

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koelli
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BeitragVerfasst am: 13.02.2007, 02:33    Titel: Antworten mit Zitat

News
12.02.2007 16:37 DFB-Allgemein

DFB-Präsident Zwanziger plädiert für Spieltag-Absetzung in Sachsen

Scharf verurteilt hat Dr. Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die Ausschreitungen, zu denen es am vergangenen Samstag in Leipzig nach dem Viertelfinalspiel des sächsischen Fußball-Landespokals zwischen 1. FC Lokomotive Leipzig und FC Erzgebirge Aue II gekommen war.

Der DFB werde prüfen, ob Risikospiele als härteste Strafmaßnahme unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen oder sogar komplett abgesagt werden müssen, erklärte Zwanziger am Montag in der DFB-Zentrale in Frankfurt. Zwanziger plädierte für ein Absetzen der Spiele im Bereich des Landesverbandes Sachsen an diesem Wochenende: „Es wäre ein Zeichen der Solidarität für die Polizei.“

„Wenn es uns am Ende trotz aller Anstrengungen nicht gelingt, diese Ausschreitungen zu stoppen, dann können wir an bestimmten Orten einfach nicht spielen. An jedem Wochenende finden bis zu 80.000 Fußballspiele statt. Durch Ausschreitungen auf zwei oder drei Plätzen wird der Ruf des Fußballs insgesamt beschädigt. Das können wir nicht akzeptieren“, sagte Zwanziger in seinem sehr engagierten, teilweise emotionalen Statement.

Spahn: "Es gab viele, die mit den Hooligans sympathisierten"

Bei den Ausschreitungen am Samstag hatten nach Behördenangaben zwischen 600 und 800 Randalierer etwa 300 Beamte angegriffen. 42 Menschen waren verletzt worden. Schon während der Partie im Bruno-Plache-Stadion in Leipzig hatten Anhänger beider Teams Feuerwerkskörper gezündet, worauf der Schiedsrichter die Partie zweimal unterbrechen musste.


Dr. Zwanziger am Montag in Frankfurt
Laut Helmut Spahn, beim DFB Abteilungsleiter Sicherheit und Leiter der Task Force gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, seien unmittelbar nach dem Spiel lediglich 60 bis 80 Hooligans gewalttätig geworden. „Die Zahl ist dann binnen wenigen Minuten auf 600 bis 800 Randalierer angeschwollen", so Spahn. "Es gab offensichtlich viele, die mit den Hooligans sympathisierten.“ Das Spiel war im Vorfeld nicht als sicherheitsrelevant bewertet worden, da die Behörden und der Verein nur von einer geringen Zahl anreisender Gästefans aus Aue ausgegangen waren.

Dr. Zwanziger nannte drei wichtige Voraussetzungen, um der Gewalt „gerade in den Stadien der neuen Bundesländer“ präventiv entgegenzuwirken: „Sichere Stadien sind unabdingbar. Wir brauchen eine funktionierende Fanarbeit und funktionierende Vereinsstrukturen.“

Sächsischer Fußball-Verband will "ein Zeichen setzen"

Am Montagmorgen hatte Theo Zwanziger als Gast der CDU-Landtagsfraktion in Dresden angesprochen, dass das Bundesland Sachsen sich nicht an der vereinbarten Drittelfinanzierung von Land, Kommune und DFB für die Fanprojekte beteiligt: „Uns ist es egal, wer die Fanprojekte finanziert. Entscheidend ist, dass es gemacht wird. Es ergibt keinen Sinn, den Schwarzen Peter zwischen Politik und Fußball hin- und herzuschieben.“

Der Sächsische Fußball-Verband (SFV) will die von Theo Zwanziger geforderte Absetzung aller Partien am kommenden Wochenende in Sachsen umsetzen, kann dabei aber aufgrund der Organisationsstruktur nur an seine drei einzelnen Bezirksverbände appellieren. „Ich bin mir mit Theo Zwanziger einig. Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte SFV-Chef Klaus Reichenbach.

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